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Als die Pilger wieder weggingen, blieb das Leben auf der Vesela Gora noch einige Tage lang im Ausnahmezustand, besonders wenn gleichzeitig zu den Wallfahrten auch Märkte stattfanden. In solchen Fällen bereiteten sich die Bewohner von Vesela Gora und einigen umliegenden Orten schon bis zu einer Woche davor darauf vor. Sie harkten die Gärten und bereiteten Platz für die Tiere vor, die dann von den Bauern herbeigetrieben wurden. In Ostrež standen entlang des Weges ungefähr 130 m lange Rampen, woran das Vieh angebunden werden konnte. An den Hängen der Vesela Gora gab es einen bestimmten Platz für die Rinder, einen anderen für die Pferde und einen dritten für die Schafe. Das Vieh verkauften vor allem Bauern aus der Pfarre Šentrupert sowie Bauern aus Dol, Mokronog und Mirna. Zwischen beiden Weltkriegen wurden gute Geschäfte gemacht. Damals kamen sogar Käufer aus Bloke und Italien, um Vieh zu kaufen. Kein Markt in der Umgebung war so gut besucht. Es heißt, dass man dort alles, was man benötigte, kaufen konnte, von Bauernwerkzeugen, feinen Holzprodukten, Schmiede-, Flecht- und Töpferwaren bis zu Schuhen, Stoffen und Kleidern. Eine Verkäuferin aus Šentrupert verkaufte auch Lebkuchen.

Die Verkäufer bewahrten ihre Stände jedes Mal bei Einheimischen auf. Um alles rechtzeitig vorzubereiten, kamen sie gewöhnlich schon einen Tag vor dem Markt, also am Freitag. Bei der Aufstellung von Ständen gab es ebenfalls eine gewisse Ordnung: die Verkäufer behielten jahraus, jahrein den gleichen Platz, die Töpfer beispielsweise bei der Kirche. Wenn jemand einem anderen den Platz wegnehmen würde, würde man ihm alles umschmeißen. Beim Viehhandel spielten die Viehhändler eine bedeutende Rolle. Es herrschte reges Feilschen um die Preise.
Auf dem Markt spielte man auch eine Art von Glücksspiel, wo man Gewinne erzielen konnte. Tagsüber saßen die Leute auch vor den Häusern herum und tranken ein Gläschen. In Ostrež, wo es ein Gasthaus gab, wurde Essen verkauft. Um genügend Essen zuzubereiten, kamen Verwandte und halfen: eine Jungkuh wurde geschlachtet und Suppe und Eintopf gekocht sowie ein Braten gebraten. Einheimische spielten auf dem Akkordeon, damit die Gäste im Gasthaus singen und tanzen konnten.

Auf der Vesela Gora vermischten sich bei großen Märkten Käufer, Händler, Pilger und Neugierige untereinander. Wenn die Märkte nicht in die Zeit der Wallfahrten fielen, wurden keine religiösen Gegenstände verkauft. Ansonsten wurden Pilgern Bilder, Statuen, Weihwasserbecken, Kreuze, Reliquien, Rosenkränze, Heiligenbilder, Kerzen usw. angeboten. Von den Wallfahrten nahmen die Menschen auch „Ablässe“ mit nach Hause, beispielsweise ein Lebkuchenherz als Andenken oder Geschenk – gewöhnlich Eltern für ihre Kindern und Burschen für ihre Mädchen. Die Herzen wurden aufgrund der Aufschrift ausgesucht.

Die Markttage fanden am St. Gregortag, dem 12. März, am 27. April, am Donnerstag vor Pfingsten, am 27. Oktober und am Samstag vor dem Engelsonntag statt.