Im Bezirk Šentrupert gibt es ein reiches Natur- und Kulturerbe. Schon auf der regionalen Landstraße Trebnje–Mokronog hat man einen außergewöhnlich bemerkenswerten Blick auf die Kirche St. Franz Xaver auf der Vesela Gora mit Umgebung und auf ihre Fassade, die unter den Denkmälern in Slowenien wahrhaft etwas Besonderes ist. Die beiden aus der Diagonale herausgedrehten Glockentürme erwecken zusammen mit den Kuppeln den Eindruck einer malerischen Anlage, entstanden im blühenden Barock.
Am Überhang ins Šentrupert-Tal öffnet sich der Blick auf das Flusstal der Bistrica mit der großen gotischen Kirche St. Rupert auf einer Anhöhe inmitten des Marktfleckens. Das Auge wandert nach links zur Sonnenseite der Weinberge von Oplenk mit dem Schloss Škrljevo am Fuße, das die ganze Umgebung von Šentrupert seit 1044 mit seiner Geschichte und mehrfachen Umbauten der Schlossanlage in der Vergangenheit prägte. Noch weiter links auf einem Hügel erhebt sich im Licht der im Westen stehenden Sonne die Silhouette der Kirche auf der Vesela Gora, während an der Nordseite unterhalb der Kirche auf einer Anhöhe die Kapelle zur Traurigen Mutter Gottes mit den Kapellen des Kreuzweges steht.
Zu allen Seiten gibt es malerische Ausblicke: von Westen her erstreckt sich von der Vesela Gora die Kirche St. Franz Xaver, nach Norden die Hänge des Oplenk mit der Kirche St. Barbara auf der herausstechenden Anhöhe Okrog, weiter nach Norden ruht der Blick an den Hängen der Bergwelt von Šentrupert, besiedelt mit Weilern und reich an Wäldern und Weingärten. Nach Südosten hin flirtet das Tal mit dem höchsten Gipfeln der Umgebung, dem Debenc, und begrenzt das Gebiet, den die umliegenden Panoramen prägen, und bietet einen Einblick ins Leben, wie es an diesem Ort schon seit Jahrtausenden bestand. Es ist eine Art perfektes Landschaftsbild, geprägt durch zahlreiche Denkmäler und Kapellen, das an ein Nest erinnert, das inmitten des ganzen Mirna-Tals seine Welt gestaltet, vollkommen abgeschieden von Transitstraßen und Verkehrsknotenpunkten sowie modernen Straßen voller Lärm, was heutzutage eine zu suchende Idylle der mit der Natur verbundenen ruhigen Erholung schafft.
Die Spuren der menschlichen Existenz kommen in der Region Šentrupert ziemlich spät vor, dann jedoch sind sie umso intensiver. Die ältesten archäologischen Funde reichen in die frühe Eisenzeit zurück, in die Zeit des 8. Jahrhunderts v. Chr. In Slowenien ist dies die Zeit der Hallstattkultur der mit den balkanischen Illyrern verwandten Stämme. Die Hallstattkultur in Dolenjska stellt auf europäischer Ebene eine Ausnahme dar; die umfassenden archäologischen Funde reihen die Region Dolenjska ganz an die Spitze Europas ein.
Die damaligen Bewohner lebten in befestigten Siedlungen – Höhenburgen, die auf Anhöhen und Berggipfeln gebaut waren, während sie ihre Toten in großen Hügelgräbern vergruben, die noch heute in den Wäldern und Wiesen zu finden sind. Dies war die Zeit der intensiven Eisengewinnung und Eisenprodukte, hergestellt in Eisenhütten und Schmiedehandwerkstätten, die als bedeutende Handelsware fungierten. Eisen war damals ein gefragtes Metall und Eisenprodukte waren teuer. Die Hersteller von Eisenprodukten genossen Ansehen, Reichtum und Macht.
Die Region Dolenjska war ein bedeutender Knotenpunkt von Handelswegen, die vom Balkan zur Halbinsel Istrien sowie aus der Pannonischen Ebene in die Alpen führten. Die zwei bedeutendsten Wege führten durch die Flusstäler der Krka und Sava und waren mit dem Weg von Žužemberk über Dobrnič, Trebnje und durch das Flusstal der Mirna verbunden.
So entstand an diesem Weg die starke vorgeschichtliche Höhenburg auf der Vesela Gora, deren Mauern noch heute als Überhangsrand zu erahnen sind, der steil vom Vorsprung, auf dem die Filialkirche St. Franz Xaver steht, ins Tal abfällt. Das dazugehörende und in dieser Region auch das größte Hügelgrab zählte über 20 Grabhügel und lag südlich unterhalb der Siedlung, unter den heutigen Feldern und Wiesen, die sich zur Ortschaft Slovenska vas hin erstrecken.
Ein anderes Hügelgrab liegt im Wald hinter dem Dorf Kremen, einzelne Hügelgräber an der Straße nach Greben oberhalb der Landschlosses Kot. Gut sichtbar sind auch die Hügelgräber im Wald westlich des Schlosses Škrljevo, wo auch die Spuren des Grabens nach dem „goldenen Kalb“ zu sehen sind.
Einzelne Funde aus der Antike sind aus der Region Straža bekannt, woher auch eine kleinere Steinplatte mit Inschrift stammt. Aus dieser Zeit stammt auch der Grabstein von Lucius Baibius Sempronianus und seiner Frau Escinga, gefunden in Kamnje bei Šentrupert. Auf dem Hügel Jaršč auf dem Hom sind Überreste einer Mauer eines militärischen Stützpunktes aus der Spätantike (4.–6. Jahrhundert) erhalten geblieben.
So ist festzuhalten, dass die Ebenen der Bevölkerung seit Urzeiten die wirtschaftliche Grundlage boten, denn das durchgängige Land war ein bedeutender Talweg, der sowohl strategisch als auch visuell von den umliegenden Hügeln beherrscht wurde, wo seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. bis zur Spätantike Siedlungen entstanden.